Zurück zum Blog
Gesundheit

Venenleiden früh erkennen: Diese Symptome sollten Sie nicht ignorieren

1. Dezember 2025
8 Min Lesezeit

Venenerkrankungen entwickeln sich schleichend und werden oft erst spät erkannt. Dabei ist eine frühe Diagnose wichtig, um schwerwiegende Folgen zu vermeiden. Wir vom Sanitätshaus Activ Med in Dillingen erklären, welche Warnsignale Sie ernst nehmen sollten.

Warum Venengesundheit so wichtig ist

Unsere Venen transportieren täglich etwa 7.000 Liter Blut zurück zum Herzen – gegen die Schwerkraft. Bei geschwächten Venen funktioniert dieser Transport nicht mehr richtig. Das Blut staut sich, die Venen weiten sich, und es kommt zu verschiedenen Beschwerden. In Deutschland leiden etwa 20 Millionen Menschen an Venenproblemen, viele ohne es zu wissen.

Die häufigsten Frühwarnzeichen

1. Schwere und müde Beine

Das Gefühl schwerer, müder Beine – besonders am Abend oder nach langem Stehen – ist oft das erste Anzeichen einer Venenschwäche. Die Beine fühlen sich bleischwer an und Sie spüren den Drang, sie hochzulegen. Dieses Symptom tritt auf, weil sich das Blut in den Beinen staut.

2. Geschwollene Knöchel und Unterschenkel

Schwellungen (Ödeme) entstehen, wenn Flüssigkeit aus den Venen ins umliegende Gewebe austritt. Typisch sind Schwellungen am Knöchel, die sich im Laufe des Tages verstärken. Ein deutliches Zeichen: Socken oder Schuhe hinterlassen Abdrücke auf der Haut.

3. Besenreiser

Diese feinen, bläulich-rötlichen Äderchen unter der Haut sind mehr als ein kosmetisches Problem. Sie können ein Hinweis auf eine beginnende Venenschwäche sein. Besenreiser entstehen, wenn kleine Venen sich erweitern und durch die Haut sichtbar werden.

4. Nächtliche Wadenkrämpfe

Häufige nächtliche Krämpfe in den Waden können auf eine gestörte Durchblutung hinweisen. Der Blutstau führt zu einem Mangel an Sauerstoff und Nährstoffen in der Muskulatur, was Krämpfe begünstigt.

5. Juckreiz und Spannungsgefühl

Ein unangenehmes Jucken oder Spannen der Haut an den Beinen, besonders an den Unterschenkeln, deutet auf eine gestörte Durchblutung hin. Die Haut wird schlechter versorgt und reagiert mit Juckreiz.

6. Sichtbare Krampfadern

Geschlängelte, erweiterte Venen, die unter der Haut hervortreten, sind das bekannteste Zeichen einer Venenerkrankung. Krampfadern sind nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern ein medizinisches, das behandelt werden sollte.

Alarmsignale – Sofort zum Arzt!

  • Plötzliche starke Schmerzen und Schwellungen in einem Bein
  • Verfärbungen der Haut (bräunlich, rötlich)
  • Offene oder nässende Wunden am Unterschenkel
  • Verhärtungen entlang einer Vene
  • Heiße, gerötete Hautstellen

Diese Symptome können auf eine Thrombose oder Venenentzündung hindeuten und erfordern sofortige ärztliche Behandlung!

Risikofaktoren für Venenleiden

Bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko für Venenprobleme:

  • Vererbung: Familiäre Vorbelastung ist der größte Risikofaktor
  • Alter: Mit zunehmendem Alter verlieren Venen an Elastizität
  • Geschlecht: Frauen sind häufiger betroffen (Hormone, Schwangerschaft)
  • Bewegungsmangel: Langes Sitzen oder Stehen schadet den Venen
  • Übergewicht: Zusätzliches Gewicht belastet die Venen
  • Rauchen: Schädigt die Gefäßwände

Was Sie selbst tun können

Vorbeugen und lindern:

  • Bewegung: Täglich 30 Minuten spazieren, radfahren oder schwimmen aktiviert die Muskelpumpe
  • Beine hochlegen: Mehrmals täglich die Beine über Herzhöhe lagern
  • Wechselduschen: Kalt-warme Wechselduschen trainieren die Venen
  • Kompressionsstrümpfe: Unterstützen die Venenfunktion effektiv
  • Gesunde Ernährung: Normalgewicht halten, ausreichend trinken
  • Richtige Kleidung: Keine einengenden Strümpfe oder Hosen

Wann sollten Sie zum Arzt?

Bei ersten Anzeichen einer Venenschwäche sollten Sie einen Facharzt (Phlebologe) oder Gefäßspezialisten aufsuchen. Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht eine rechtzeitige Behandlung und kann schwerwiegende Folgen wie Thrombosen, Venenentzündungen oder offene Beine (Ulcus cruris) verhindern.

Der Arzt kann mittels Ultraschall (Doppler-Sonografie) die Funktion Ihrer Venen untersuchen und eine geeignete Therapie empfehlen – sei es durch Kompressionstherapie, Verödung, Laser oder Operation.

Kompressionstherapie: Die Basis jeder Venenbehandlung

Kompressionsstrümpfe sind das Mittel der ersten Wahl bei Venenleiden. Sie üben gezielten Druck auf die Beine aus, unterstützen den Blutrückfluss und lindern Beschwerden. In unserem Sanitätshaus in Dillingen bieten wir:

  • Professionelle Vermessung (auch mit 3D-Scanner)
  • Individuelle Beratung zur richtigen Kompressionsklasse
  • Große Auswahl an modernen, atmungsaktiven Materialien
  • Verschiedene Farben und Styles für jeden Geschmack
  • Hilfe bei der Beantragung und Abrechnung mit der Krankenkasse

Fazit: Früh handeln lohnt sich

Venenerkrankungen sind weit verbreitet, aber gut behandelbar – wenn sie rechtzeitig erkannt werden. Achten Sie auf die Warnsignale Ihres Körpers und zögern Sie nicht, bei ersten Beschwerden einen Arzt aufzusuchen. Mit der richtigen Therapie, vor allem mit Kompressionsstrümpfen, lassen sich Symptome deutlich lindern und Folgeschäden vermeiden.

Kompetente Beratung in Dillingen

Sie haben Fragen zu Venengesundheit oder benötigen Kompressionsstrümpfe? Unser Team im Sanitätshaus Activ Med berät Sie gerne persönlich und findet die optimale Lösung für Sie.