Venenerkrankungen & Diagnosen
Verstehen Sie Ihre Diagnose und finden Sie die richtige Therapie. Wir erklären die häufigsten Venenerkrankungen und bieten professionelle Lösungen.
Venenerkrankungen gehören zu den häufigsten chronischen Erkrankungen in Deutschland. Etwa jeder fünfte Erwachsene ist betroffen. Die rechtzeitige Diagnose und Behandlung ist entscheidend, um Beschwerden zu lindern und Komplikationen zu vermeiden.
Unser erfahrenes Team berät Sie individuell zu Ihrer Diagnose und findet gemeinsam mit Ihnen die beste Therapielösung – von Kompressionsversorgung über Lymphdrainage bis hin zu Hilfsmitteln für den Alltag.
Die häufigsten Venenerkrankungen
Was ist CVI?
Die chronisch-venöse Insuffizienz ist eine Venenschwäche, bei der die Venen das Blut nicht mehr ausreichend zum Herzen zurücktransportieren können. Häufigste Ursache sind Krampfadern (Varizen) – erweiterte, geschlängelte Venen, die durch defekte Venenklappen entstehen.
Typische Symptome
- Schwere, müde Beine (besonders abends)
- Schwellungen an Knöcheln und Unterschenkeln
- Sichtbare Krampfadern oder Besenreiser
- Verfärbungen der Haut (bräunlich)
- Juckreiz und Spannungsgefühl
Was ist ein Lymphödem?
Ein Lymphödem entsteht durch eine Störung des Lymphsystems, wodurch Gewebsflüssigkeit (Lymphe) nicht mehr richtig abtransportiert wird. Es kommt zu Schwellungen, meist an Armen oder Beinen. Ursachen können angeboren (primär) oder erworben sein (z.B. nach Operationen, Verletzungen, Bestrahlungen).
Typische Symptome
- Schmerzlose, teigige Schwellungen (Delle bleibt beim Drücken)
- Spannungsgefühl und eingeschränkte Beweglichkeit
- Verhärtung und Verdickung der Haut (in späteren Stadien)
- Anfälligkeit für Infektionen (Erysipel)
Was ist ein Lipödem?
Das Lipödem ist eine chronische Fettverteilungsstörung, die fast ausschließlich Frauen betrifft. Es kommt zu symmetrischen, schmerzhaften Fettansammlungen an Beinen und/oder Armen, während Hände und Füße schlank bleiben. Im Gegensatz zu Übergewicht lässt sich ein Lipödem nicht durch Diät oder Sport reduzieren.
Typische Symptome
- Symmetrische Verdickung der Beine/Arme bei schlanken Händen/Füßen
- Druckschmerz und Berührungsempfindlichkeit
- Neigung zu blauen Flecken (Hämatome)
- Schwere-, Spannungs- und Dehnungsgefühl
- Verschlechterung durch Hitze und langes Stehen
Was ist ein Ulcus cruris?
Ein Ulcus cruris ist eine chronische, schlecht heilende Wunde am Unterschenkel, meist in Knöchelnähe. Es entsteht als Komplikation von Venenerkrankungen (venöses Ulcus) oder arteriellen Durchblutungsstörungen. Die häufigste Form ist das Ulcus cruris venosum als Folge einer fortgeschrittenen CVI.
Typische Symptome & Stadien
- Verfärbung und Verhärtung der Haut (Vorstufe)
- Offene, nässende Wunde am Unterschenkel
- Schmerzen und Infektionsgefahr
- Eingeschränkte Mobilität und Lebensqualität
Sie haben eine ärztliche Diagnose erhalten?
Perfekt! Bringen Sie Ihre Verordnung mit und lassen Sie sich von uns umfassend beraten. Wir finden gemeinsam die optimale Versorgung für Ihre individuelle Situation.
Sie vermuten eine Venenerkrankung?
Wir empfehlen Ihnen, zunächst einen Facharzt (Phlebologe, Gefäßspezialist oder Dermatologe) aufzusuchen. Mit einer gesicherten Diagnose und ärztlicher Verordnung können wir Sie dann optimal versorgen.
Wichtig zu wissen:
Die Kosten für Kompressionsversorgung werden von den Krankenkassen übernommen, wenn eine ärztliche Verordnung vorliegt. Sie zahlen lediglich die gesetzliche Zuzahlung (ca. 5-10€).